Der TI-Anschluss, den keiner erklärt

Es wird geworben: "TI wird vom Staat bezahlt." Die Realität sieht anders aus. Ein Erfahrungsbericht aus unserer Praxis.

Wo die Branche steht

Viele Praxen nutzen die Telematikinfrastruktur bis heute nicht. Manche werden es auch nicht mehr, weil der Ruhestand näher ist als die nächste Frist. Die Anschlusspflicht wurde schließlich schon mehrfach verschoben.

Und die Patienten? Verwirrt. Beim Arzt gibt es das E-Rezept, die physiotherapeutische Verordnung kommt weiter auf Papier. Das Papier, das die Grundlage unserer Vergütung ist. Manche schreiben ihre Termine drauf. Andere finden es zerknittert ganz unten im Rucksack.

Wie es bei uns lief

Die IT-Firma kam. Dann klemmte die Firewall. Also neuer Termin, damit der Anschluss überhaupt läuft.

Der Vertrieb? Nach der Unterschrift lange still. Irgendwann kam doch eine Antwort: ein Link.

Und das versprochene Geld? Muss man bei der GKV beantragen. Wie der Antrag funktioniert, erklärt niemand. Erreichen kann man dort auch niemanden. Auf die Bewilligung wartet man bis zu drei Monate. Am Ende lag das Geld einfach auf dem Konto. Ohne Info. Dass bewilligt wurde, habe ich erst im Online-Profil gesehen.

Was das heißt

Bei uns hat es funktioniert, weil ich Erfahrung mit Anträgen habe, mit Technik klarkomme und hartnäckig bin. Aber genau das sollte nicht die Voraussetzung dafür sein, dass ein staatlich gefördertes System in einer Praxis ankommt.

Das Geld, das deiner Praxis zusteht, sollte nicht liegen bleiben, nur weil niemand den Weg erklärt.

Steckst du noch mittendrin oder hast die Förderung nie beantragt? Schreib mir. Ich hab das einmal komplett durch.

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